Die Region

Von seinen Grosseltern, die Bauern waren, hat Didier de Courten den Sinn für den Boden übernommen. Im Verlauf der Jahreszeiten lässt er sich von Gerüchen, Farben und vom Odem der Natur verzaubern. Sein Wallis inspiriert ihn. «Ich fühle mich mit meiner Region sehr verbunden. Sie gibt mir Kraft. Diese Landschaft hat mein Sein, mein Leben und mein Denken geprägt.»

Seit mehreren Jahren lebt er im Val d'Anniviers. Dort oben zieht er einige Kühe der Eringerrasse auf. Eine seit mehr als 5000 Jahren bestehende typische Walliserrasse, kämpferisch und zutraulich zugleich. Aber Didier de Courten spielt nicht den Sonntagsbauern und will seine Kühe nicht aufziehen, damit sie zu Stars der Ringkuhkämpfe werden. In der Beschäftigung mit den Tieren findet er die Befriedigung, welche die Bauernarbeit vermittelt. Es ist für ihn auch eine Möglichkeit, sich mit dem Boden zu verbinden.

« Zwischen Berg und Tal »

Als «Grenzstadt» zwischen dem deutschsprachigen Oberwallis und dem französischsprachigen Unterwallis ist Siders ein Marktflecken mit 35 000 Einwohnern. Gelegen auf einer Höhe von 533 Metern, verfügt die Stadt über ein vorzügliches Klima, so dass sie auch als « Sonnenstadt » bezeichnet wird.

In der Stadt kann man einige Gebäude besichtigen, für die sich ein Umweg lohnt. Das Maison de Courten aus dem XVIII. Jahrhundert, das die Stiftung Rainer Maria Rilke und den Kulturraum Caves de Courten beherbergt.

Ein Gebäude aus dem XVI. Jahrhundert, das Château de Villa, das sich heute in einen Tempel der Raclettes und einen Ausstellungsraum der Walliser Weine verwandelt hat. In seinem Umfeld zeigt das Reb- und Weinmuseum die Entwicklung des Walliser Weinbaus auf.

Der Gerundensee verzückt als Erholungsgebiet die Freunde des Wassersports und die Anhänger romantischer Spaziergänge.

Die Liebhaber des Golfs verfügen in Siders über eine wunderschöne 18-Loch-Anlage: den Golfplatz de la Brèche. Es handelt sich um ein Geschenk der Natur, mit Aussicht auf die Alpen und die umliegenden Ferienorte, mit zahlreichen Baum- und Blumenarten und einer variantenreichen Fauna im Wasser, auf der Erde und in der Luft.

Über dem linken Ufer der Rhone erhebt sich das authentische Val d'Anniviers. Wanderungen oder Alpinismus im Sommer, verschneite Hänge für Skifahrer und Langläufer ... die Natur bietet für alle etwas.

Das Hochplateau von Crans-Montana verfügt über alle Trümpfe des rechten Rhoneufers. Diese kleine Stadt in den Bergen ist das Zentrum des luxuriösen Shoppings. Sie verfügt über ein Skigebiet zwischen 1500 und 3000 Metern über Meer, sowie die schönste alpine Golfanlage der Welt. Die weniger sportlichen Gäste können bei ihren Spaziergängen ein aussergewöhnliches Panorama geniessen und die zahlreichen Kunstgalerien besichtigen.

40 km von Siders entfernt beherbergt Martinach eines der renommiertesten Museen der Schweiz: die Stiftung Pierre Gianadda. Aber der Kanton verfügt auch über andere sehr interessante Ausstellungsorte und Museen.

Die regionalen Produkte

Didier de Courten arbeitet gerne mit den regionalen Produkten. Walliser Trockenfleisch AOC, Rohschinken aus dem Val d'Anniviers, Fleisch der Eringerrasse, Alpkäse, Roggenbrot, Safran, Früchte und Gemüse ... das Wallis ist ein wahrer Paradiesgarten, in dem der Koch geschmacksvolle, sonnengetränkte Produkte findet.

Für Didier de Courten genügen gewisse Produkte sich selber. "Unsere Alpkäse sind ausgezeichnet. Degustiert man sie zusammen mit einem schönen Ermitage und einem Stück Roggenbrot, erlebt man mit Sicherheit einen Augenblick des Glücks."

Diese regionalen Produkte benutzen heisst zugleich, die Bauern und Traditionen des Landes ehren. Das Erinnerungsvermögen und die Dauerhaftigkeit gehen auch über die Leckerbissen.

Der Safran ist eines der mythischsten Produkte des Wallis. Im Mittelalter war er weit verbreitet, heute wird er noch in Mund, Venthône, Sitten und Martinach angepflanzt. Die Geschichte verbindet Didier de Courten direkt mit dem Walliser Safran: Am 30. Juni 1647 verkauft Suzanne de Courten, im Einverständnis mit ihrem Gatten Antoine de Cabulo, eine Safranplantage in Anchette, in der Nähe von Venthône, an Jean-Antoine de Preux. Die Verkäufer konnten sich gewiss nicht vorstellen, dass 350 Jahre später ihre Nachkommen dieselbe Leidenschaft für das magische Gewürz teilen und dass Didier de Courten im Herbst seine Gerichte mit dem Safran verfeinert, der auf der Parzelle von Bernard de Preux geerntet wird.